Zugegeben, im ersten Moment fällt auch uns beim Wort Laas gleich der Marmor ein. Und in der Tat ist der Ort auch untrennbar mit dem weißen Stein verbunden.

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Bernhard Grassl konzentriert bei der Arbeit

Er taucht auch überall auf: in den Kirchen, auf Treppen und in Hausfluren, in den Werkstätten der Bildhauer und Steinmetze. Hier, auf der Nordostseite der Ortlergruppe erhebt sich ein gewaltiges Marmormassiv von 1.200 bis 3.100 Meter Höhe. Schon in der Römerzeit wurde hier Marmor gewonnen. Seine hervorragende Schönheit und absolute Wetterbeständigkeit machen den Laaser-Marmor weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt.

Mit Transportseilbahn, Schrägbahn und Elektrolok werden die Marmorblöcke vom Weißwasserbruch zur Talstation und weiter zur Firma LASA MARMO gebracht.

Eine Marmorführung weiht Sie in alle Geheimnisse des Marmor-abbaus, der Bearbeitung und über die Geschichte ein. Über die Termine informiert Sie der örtliche Tourismusverein. Die Steinmetze Lechner und Mayr fertigen in ihren Werkstätten von Uhren über Säulen, Tische und Brunnen vielfältigste Kostbarkeiten aus dem weißen Marmor.

Marmordorf Laas
Blick über Laas
vom Tarnell-Nördersberg aus.
(Foto Tourismusverein Laas)

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Der “Kandl”, einst Wahrzeichen von Laas
führte früher Wasser auf die trockene Talseite,
über Dächer und die Etsch hinweg.

Aber Laas und Umgebung hat weitaus mehr zu bieten. Da ist eine sattgrüne kräftige Landschaft mit blühenden Wiesen, Wäldern und ausgedehnten Obstbeständen auf der einen und, am “Sonnenberg”, voll nach Süden ausgerichtet, eine Steppenvegetation mit seltener Tier- und Pflanzenwelt, die als einmalig bezeichnet werden kann.

Ob Sie durch üppige Obstwiesen, über Waale, Almwiesen oder Felssteige wandern wollen, Sie finden hier jeden Tag etwas Neues, bis hin zu anspruchsvollen Hochtouren, z.B. vom Laasertal über das 3.224 m hohe Zayjoch nach Sulden oder auf die Laaserspitze (3.305 m) und dann weiter ins Martelltal.

Zwei weitere landschaftliche Besonderheiten sind die Laaser Höhe, mit über 10 km² der zweitgrößte Murenkegel der Alpen und das Eyrser und Tschengelser Biotop in den Flußauen der Etsch.

Kunsthistorisch sehenswert ist die St.-Sisinius-Kirche am Dorfrand von Laas, eine der ältesten Sakralbauten im Vinschgau (10. Jh.). Einen kurzen Halt lohnt auch die Maria Lourdes-Kirche an der Staatsstraße nach Meran am südlichen Ortsausgang von Laas.

Hier zweigt zudem eine kleine Bergstraße nach Tanas ab. Der Abstecher auf rund 1.400 Meter lohnt sich doppelt. Der alte Dorfkern ist an Urtümlichkeit kaum zu überbieten und der Ausblick sowohl auf die Ortlergruppe wie auch ins Etschtal sind traumhaft.

Vom Gasthof Paflur aus, der nochmals rund 150 Meter über Tanas gelegen ist, starten Sie bequem zu manch schöner Bergtour – und ob vor oder nach der Wanderung, für’s leibliche Wohl ist hier auch bestens gesorgt. Damit Sie sich einen ersten Eindruck von der wunderbaren Aussicht hier oben machen können, haben wir eine Panorama-Aufnahme für Sie gemacht.

Panoramabild von Tanas

Ausblick aus 1600m -Panoramasrasse Tanas